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- Mit 43 Prozent haben die Zuschauer von echtgeld.tv Kraft Heinz zur Bits-and-Pieces-Wunschaktie gewählt. Die Geschichte des Konzerns ist lang: Heinz brachte 1876 den Tomatenketchup auf den Markt, Kraft begann 1903 als Käsegroßhandel. 2015 fusionierten beide mit Kapital von Berkshire Hathaway und 3G Capital, Berkshire hält bis heute 325 Millionen Aktien. Seit dem Allzeithoch im Februar 2017 hat die Aktie aber 77 Prozent verloren.
Die Gründe liegen im Geschäft: Seit 2016 stagniert der Umsatz, 2019 folgten eine Wertminderung von 15,4 Milliarden Dollar und eine Dividendenkürzung. Weder Portfolioverkäufe noch Wechsel im Management brachten die Wende. Es fehlen Preissetzungsmacht und Burggraben, und die Marktstimmung bleibt verhalten, selbst nach der angehobenen Prognose im August.
Die Bewertung ist inzwischen verlockend: ein KGV von rund 11 auf die Schätzung für 2026, ein Price-to-Free-Cashflow von 6,82 und 7,3 Prozent Dividendenrendite. Dem stehen allerdings ein schwankender Cashflow und eine Nettoverschuldung von mehr als dem Dreifachen des EBITDA gegenüber.
Reicht eine niedrige Bewertung, wenn Preissetzungsmacht und Burggraben fehlen? Tobias Kramer zeigt, wo Kraft Heinz für ihn fair, preiswert und billig ist und was er konkret macht.
Diese Aktienanalyse von echtgeld.tv ordnet Kraft Heinz aus Sicht des Value Investing ein: KGV, Cashflow-Bewertung und die Frage, ob unterbewertete Aktien wie diese zu den Turnaround-Aktien gehören, die sich für Echtgeld-Investmentstrategien eignen.
© adorum publishing GmbH 2026 - Tobias Kramer und Christian Schmidt besprechen vier Aktien mit vier sehr unterschiedlichen Ausgängen.
- **TruBridge**: Übernommen statt verkauft. Aus 1.200 Euro Einsatz werden nach Abgeltungsteuer und Soli 2.005 Euro, rund 67 Prozent Plus. Die Marktstimmung rund um KI hatte die erwartete Übernahmestrategie des Unternehmens erschwert, der Verkauf kam zum richtigen Zeitpunkt.
- **Ascent Industries**: Christian ist komplett ausgestiegen, nachdem sich CEO und CFO im Call zu den eingebrochenen Margen widersprochen hatten. Sein Fazit: Beim Management zählt vor allem Konsistenz.
- **Ampco-Pittsburgh**: Auftragseingang im ersten Halbjahr plus 32 Prozent, getrieben von EU-Stahlzöllen und Navy-Aufträgen. Christian sieht ein KGV um 10, freier Cashflow soll in den Schuldenabbau fließen, ein Verkauf der Stahlsparte wäre eine zusätzliche Chance. Risiken: Verschuldung, Asbest-Rückstellungen, ein saisonal schwaches drittes Quartal. Tobias hat den Kauf nach der Zuschauerumfrage verpasst, seitdem plus 18 Prozent.
- **D-Box Technologies**: Bewegte Kinositze mit Monetarisierung über Royalties pro Ticket, annualisiert rund 20 Millionen bei kaum Grenzkosten, schuldenfreie Bilanz. Dagegen steht eine bereinigt hohe Bewertung von rund 30-fachem Gewinn. Christian ist klein investiert, Tobias kauft nicht.
Aktienanalyse und Value Investing mit echtem Depot: TruBridge, Ampco-Pittsburgh, Ascent Industries und D-Box Technologies im Check, mit Blick auf unterbewertete Aktien, Turnaround Aktien, Cashflow Bewertung, KGV und Aktienrückkäufe.
Schreibt in die Kommentare: Habt ihr schon einmal in einem bewegten Kinositz gesessen? Und bei welcher der vier Aktien würdet ihr einsteigen? - Tobias Kramer hält Coca-Cola seit Ende 2008 im eigenen Depot. Beim aktuellen Kurs von rund 88 US-Dollar würde er die Aktie dennoch weder nachkaufen noch neu besparen. Verkaufen will er seine Altposition ebenfalls nicht: Die Bewertung ist für ihn zu hoch, aber nicht irrational.
Der Ausgangspunkt ist eine provokante These des US-Magazins Barron’s: Coca-Cola sei teurer als Nvidia – und das zu Recht. Tobias widerspricht und prüft, ob Markenstärke und Krisenfestigkeit den Aufpreis wirklich tragen.
• Bewertung: Das KGV liegt bei etwa 26. Für Tobias passt das nicht zu den erwarteten Wachstumsraten.
• Wachstum: Bis 2030 sollen der Umsatz im Schnitt um 3,3 % und der Gewinn je Aktie um 6,2 % pro Jahr steigen.
• Geschäftsmodell: Getränkefokus, steigende Nachfrage nach zuckerfreien Varianten, rund 12 Mrd. US-Dollar erwarteter Free Cashflow und 2,5 % Dividendenrendite sprechen für die Qualität.
• Kursmarken: Tobias nennt klare Schwellen, ab denen Coca-Cola für ihn fair, attraktiv oder billig wäre.
• Depotentscheidung: Seine Käufe von 2008 und 2017 bleiben unangetastet – auch wegen der steuerfreien Gewinne.
• Unternehmensgeschichte: Die Folge zeichnet den Weg von John Pembertons ursprünglicher Rezeptur zur globalen Getränkemarke nach.
👉 Schreibt in die Kommentare: Seit wann seid ihr investiert, und bei welchem Kurs würdet ihr Coca-Cola kaufen oder nachkaufen? - 3M war vom 11. bis 17. September die meistgehandelte und meistgekaufte Aktie unter den 100 meistgehandelten Titeln im Scalable Broker. Die Community wählte den Konzern anschließend zum Thema der Sendung. Doch Tobias Kramer widerspricht der Kauflaune: Bei einem Kurs von 166 US-Dollar hält er höchstens 135 US-Dollar für fair – und selbst das noch nicht für günstig. Für ihn ist die Aktie aktuell weder Kauf noch Verkauf.
• Eigene Transaktion: Tobias hat mit 3M in rund zweieinhalb Jahren etwa 30 Prozent Rendite erzielt. Warum er trotzdem verkauft hat – und seine Entscheidung heute teilweise anders bewertet.
• Konzernumbau: Nach der Abspaltung von Solventum stellt sich 3M neu auf. Zukäufe und mögliche weitere Verkäufe sollen das Portfolio verändern.
• KI-Rechenzentren: Microsoft nutzt bereits eine neue Glasfasertechnik von 3M. Doch reicht das Geschäft aus, um für den Gesamtkonzern einen Unterschied zu machen?
• Bewertung und Wachstum: KGV 18,6, knapp 7 Prozent erwartetes Gewinnwachstum und rund 2 Prozent Dividendenrendite – Tobias erklärt, wann die Aktie fair, preiswert oder billig wäre.
• Altlasten: Die Dividendenkürzung beendete den Status als Dividendenaristokrat. Hinzu kommen milliardenschwere Rechtsrisiken, die inzwischen besser kalkulierbar sind.
👉 Schreibt in die Kommentare, warum ihr 3M gekauft habt, welches Kursziel ihr ansetzt und welchen Punkt Tobias aus eurer Sicht unterschätzt. Nennt außerdem eine Aktie mit kurzer Begründung, die als Nächstes besprochen werden soll.
© adorum publishing GmbH 2026 egtv #482 Marge eingebrochen, KGV unter 14 - und ihr kauft kräftig nach! Und ich?
18.09.2026 | 27 min.Bei den meistgehandelten Werten der Woche taucht ein Name auf, den der Markt eigentlich abgeschrieben hatte: United Parcel Service. Auf Zehnjahressicht liegt der Kurs rund acht Prozent im Minus, die Nettomarge ist von 13 Prozent in der Pandemie-Sonderkonjunktur auf 5 Prozent geschrumpft, und der Umsatz hat seinen Höhepunkt 2022 hinter sich gelassen.
Tobias Kramer ordnet ein, was dahintersteckt. Teure Energie im Diesel- und Flugbenzinbereich, Beschränkungen bei US-Lkw-Führerscheinen, die sechs bis sieben Prozent der Fahrerkapazität vom Markt nehmen, und 24 Milliarden US-Dollar Schulden bei gestiegenen Zinsen. Auf der anderen Seite steht ein Geschäftsmodell, das eigentlich auch Warren Buffett gefallen dürfte: über 20 Millionen Pakete pro Tag, 500 Flugzeuge, mehr als 100.000 Fahrzeuge und eine Dividende, die das Unternehmen aus dem laufenden Geschäft im Wesentlichen verdient.
Zur Bewertung: Auf Basis der 2026er Schätzung von 7,21 US-Dollar je Aktie liegt das KGV bei knapp 14. Das Management hat die eigene Guidance im Juli angehoben, im zweiten Quartal wurden Gewinn und Umsatz übertroffen. Die Marktstimmung ist trotzdem gedrückt, der Kurs notiert bei rund 98 US-Dollar.
Die Leitfrage der Folge: Reicht eine günstige Bewertung allein für einen Nachkauf, oder braucht es den Hebel aus Robotik und autonomem Fahren, damit die Marge wieder zweistellig wird?
👉 Und stimmt am Wochenende auf Instagram darüber ab, welche meistgehandelte Aktie Tobias als Nächstes besprechen soll.
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Euch begrüßt Tobias Kramer, Kapitalmarkt-Profi und Initiator des Kanals. Gemeinsam mit spannenden Gästen diskutiert er regelmäßig aktuelle Investmentideen und die dazugehörigen Aktien, ETFs, Fonds.
Zu den Gästen zählen der echtgeld.tv-Mitinitiator Christian W. Röhl (jetzt Chief Economist bei Scalable Capital), das deutsche Börsen-TV Urgestein Markus Koch, der Zukunftsforscher Lars Thomsen, der China-Experte Frank Sieren, der ETF-Profi Matthias Schmitt, die Finanzjournalistin und Silicon Valley-Bewohnerin Antonie Klotz sowie Doppelgänger Philipp “Pip” Klöckner und viele, viele mehr.
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