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ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

DIE ZEIT
ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?
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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Otto Lilienthal: Segler im Luftmeer

    26.09.2026 | 1 godz. 12 min.
    Der 9. August 1896 ist ein Sonntag. Otto Lilienthal ist nach Stölln im
    Havelland gefahren, vom Gollenberg will er hinabgleiten: Fliegen wie ein
    Vogel, wie er es schon so oft getan hat. Er schlüpft in seinen
    Normalsegelapparat, ein Gestell aus Weidenruten mit sieben Meter
    Spannweite, das mit Baumwollgewebe bespannt ist. Mehr als 2.000 Sprünge
    hat Lilienthal schon absolviert, als er an diesem Tag zum Flug ansetzt.
    Vielleicht fühlt er sich einfach zu sicher.

    Es ist kühl und windig an diesem Tag. Lilienthal segelt schon in etwa 15
    Metern Höhe, als eine Sonnenböe – ein unerwarteter Aufwind - sein
    Fluggerät ergreift und es in einer halben Drehung über den rechten
    Flügel abstürzen lässt. Lilienthal scheint noch kurz in der Luft zu
    stehen, dann fällt er vom Himmel. Er verletzt sich schwer und wird nach
    Berlin gebracht. Am nächsten Tag ist Otto Lilienthal tot.

    Für Lilienthals Kritiker scheint der Beweis erbracht: Mit einem Apparat
    fliegen zu wollen, der schwerer ist als Luft, wie ein Vogel also – das
    ist Unsinn. Das Prinzip »leichter als Luft« habe gewonnen, meinen sie:
    In der Ballonfahrt liege die Zukunft des Fliegens.

    In der neuen Folge von Wie war das noch mal? erzählen wir vom Weg des
    Flugpioniers Otto Lilienthal, der schon von früher Jugend seinen Traum
    vom Fliegen verfolgt. Gemeinsam mit seinem Bruder Gustav erforscht er
    die Besonderheiten des Vogelflugs. Immer neue Apparate bauen sie
    zusammen, um zu verstehen, warum Vögel fliegen können – und was es
    bräuchte, damit Menschen es auch können.

    Wir sprechen mit Peter Busse, dem Leiter des Otto-Lilienthal-Museums in
    Anklam, der Geburtsstadt Lilienthals, und lassen uns erklären, wie
    Lilienthal vorgegangen ist. Markus Raffel vom Deutschen Zentrum für
    Luft- und Raumfahrt erzählt uns von seiner Reise an die Pazifikküste
    Kaliforniens, wo er mit einem nachgebauten Lilienthal-Hängegleiter
    selbst geflogen ist. Und wir fragen uns: Ist Lilienthal gescheitert,
    weil er abgestürzt ist? Oder zeigt sein Absturz genau das Gegenteil:
    Dass nur abstürzen kann, wer zuvor geflogen ist?

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    Unsere weiteren Empfehlungen: 

    - Manuela Runge und Bernd Lukasch: Erfinderleben. Die Brüder Otto und
    Gustav Lilienthal, Berlin Verlag 2005
    - Die Aufnahme von Reinhard Meys Lied »Lilienthals Traum« ist hier in
    voller Länge nachzuhören. 
    - Das Online-Archiv mit der Bilddatenbank des Otto Lilienthal Museums
    in Anklam ist hier zu erreichen.  

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Wie wehrhaft war Weimar? Hitlers Putsch und Aufstieg (2/2)

    15.08.2026 | 1 godz. 15 min.
    Als Außenminister Walther Rathenau am 24. Juni 1922 in Berlin von
    Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul ermordet wurde, stand
    die junge Weimarer Republik unter Schock. Es war nicht der erste
    politische Mord nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Seit ihrer Gründung
    war die erste deutsche Demokratie Angriffen ihrer Gegner ausgesetzt.
    Rechte Freikorps marschierten auf und wollten den Umsturz, Monarchisten
    wünschten sich den Kaiser zurück und im Münchner Hofbräuhaus wurde 1920
    die NSDAP gegründet. Auch die von Moskau gesteuerte KPD wollte ein
    anderes System. Doch kampflos gaben sich die Verteidiger der Republik
    nicht geschlagen. 

    Aber wie genau wehrt sich eine Demokratie? Wie wehrhaft war
    Weimar? Diese Frage diskutieren wir in unserer neuen Doppelfolge. 

    Der zweite Teil der Doppelfolge widmet sich dem gescheiterten
    Putschversuch Adolf Hitlers und seiner Unterstützer in München im
    Herbst des Krisenjahres 1923 – und der Frage, warum Hitler trotz Haft
    und NSDAP-Verbot zur größten Gefahr für die Demokratie aufsteigen
    kann. Wir sprechen über den Ausnahmezustand, in dem sich Deutschland
    damals befindet. Darüber, dass Hitler nur knapp der Ausweisung
    entgeht, und wie auch in Thüringen und Sachsen die Demokratie unter
    Druck gerät, allerdings von links. Und wir diskutieren die Frage
    der Parteiverbote: 37 Mal werden in Weimar antidemokratische Parteien
    verboten, aber immer nur für kurze Zeit. Warum haben die Verteidiger
    der Republik ihr schärfstes Schwert immer wieder aus der Hand gegeben?

    In beiden Folgen zeichnen wir nach, wie die NSDAP trotz der Gegenwehr
    zur Massenpartei aufsteigt – und wie sich das gesellschaftliche Klima in
    Deutschland so sehr gegen die Republik dreht, dass der Kreis ihrer
    Verteidiger immer kleiner wird und die Deutschen in der Mehrheit
    Parteien wählen, die die Republik abschaffen wollen. Und schließlich
    stellen wir die Frage: Was bedeutet das für unsere Gegenwart? Was lehrt
    uns Weimar? 

    Auch das aktuelle ZEIT Geschichte-Heft widmet sich dem Thema „Weimar.
    Das langsame Sterben der einer Demokratie – und was wir daraus lernen
    können“. Sie bekommen es online im ZEIT Shop oder im Handel. Unter
    diesem Link können Sie eine Gratisausgabe von ZEIT Geschichte zum Testen
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    Folgende Bücher haben wir für diese Sendung verwendet:

    Julius Gumbel: »Vier Jahre politischer Mord, Verlag der neuen
    Gesellschaft«, Berlin 1922  
    Als Neuauflage: dto., Verlag das Wunderhorn, Heidelberg 1980

    Katrin Stein: »Parteiverbote in der Weimarer Republik«, Duncker &
    Humblot Verlag, Berlin 1999

    Christoph Gusy: »Weimar – die wehrlose Republik? Verfassungsschutzrecht
    und Verfassungsschutz in der Weimarer Republik«, Mohr Verlag, Tübingen
    1991

    Heinrich August Winkler: »Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten
    deutschen Demokratie«, C. H. Beck, München 2024

    Ein Protokoll der Reichstagsdebatte kann man auf dieser Seite der
    Bayerischen Staatsbibliothek nachlesen.

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Wie wehrhaft war Weimar? Die Republik verteidigt sich (1/2)

    15.08.2026 | 49 min.
    Als Außenminister Walther Rathenau am 24. Juni 1922 in Berlin von
    Mitgliedern der rechtsextremen Organisation Consul ermordet wurde, stand
    die junge Weimarer Republik unter Schock. Es war nicht der erste
    politische Mord nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Seit ihrer Gründung
    war die erste deutsche Demokratie Angriffen ihrer Gegner ausgesetzt.
    Rechte Freikorps marschierten auf und wollten den Umsturz, Monarchisten
    wünschten sich den Kaiser zurück, und im Münchner Hofbräuhaus wurde 1920
    die NSDAP gegründet. Auch die von Moskau gesteuerte KPD wollte ein
    anderes System. Doch kampflos gaben sich die Verteidiger der Republik
    nicht geschlagen. 

    Aber wie genau wehrt sich eine Demokratie? Wie wehrhaft war
    Weimar? Diese Frage diskutieren wir in unserer neuen Doppelfolge. 

    Im ersten Teil erzählen wir, wie politische Morde und Attentate die
    junge Republik erschüttern. Wir zeigen, wie die Reichsregierung mit dem
    Republikschutzgesetz von 1922 eine scharfe Waffe gegen Extremisten
    schafft. Doch wie soll ihr Kampf gegen Demokratiefeinde gelingen, wenn
    selbst an den Schaltstellen der Justiz Sympathisanten mörderischer
    Geheimorganisationen sitzen? Außerdem blicken wir darauf, wie der
    Freistaat Bayern immer wieder die Verteidigung der Demokratie sabotiert
    – und zur Brutstätte für den Aufstieg der NSDAP wird.

    In beiden Folgen zeichnen wir nach, wie die NSDAP trotz der Gegenwehr
    zur Massenpartei aufsteigt – und wie sich das gesellschaftliche Klima in
    Deutschland so sehr gegen die Republik dreht, dass der Kreis ihrer
    Verteidiger immer kleiner wird und die Deutschen in der Mehrheit
    Parteien wählen, die die Republik abschaffen wollen. Und schließlich
    stellen wir die Frage: Was bedeutet das für unsere Gegenwart? Was lehrt
    uns Weimar? 

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    Folgende Bücher haben wir für diese Sendung verwendet:

    Julius Gumbel: Vier Jahre politischer Mord, Verlag der neuen
    Gesellschaft, Berlin 1922. Als Neuauflage: Verlag das Wunderhorn,
    Heidelberg 1980.

    Katrin Stein: Parteiverbote in der Weimarer Republik, Duncker & Humblot
    Verlag, Berlin 1999.
    Christoph Gusy: Weimar – die wehrlose Republik? Verfassungsschutzrecht
    und Verfassungsschutz in der Weimarer Republik, Mohr Verlag, Tübingen
    1991.

    Heinrich August Winkler: Weimar 1918–1933. Die Geschichte der ersten
    deutschen Demokratie, C. H. Beck, München 2024.

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Eine Ankündigung

    13.01.2026 | 2 min.
    Ab sofort werden wir das Archiv von "ZEIT Geschichte. Wie war das
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    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
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    Podcastserien wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz:
    Sein langer Weg zur Macht" hören.

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  • ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?

    Im Geist der Wehrmacht? Wie vor 70 Jahren die Bundeswehr entstand (Teil 1)

    25.10.2025 | 56 min.
    Am 20. Januar 1956 haben sich die ersten etwa 1000 Soldaten der neuen
    westdeutschen Streitkräfte in Andernach in Rheinland-Pfalz versammelt.
    Sie erwarten hohen Besuch, der Bundeskanzler hat sich angekündigt.
    Konrad Adenauer kann die Visite in Andernach als großen Erfolg
    verbuchen: Nur zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs darf die
    Bundesrepublik im Rahmen der Nato eigene Streitkräfte aufstellen. Das
    Besatzungsstatut ist aufgehoben worden und Westdeutschland mit wenigen
    Einschränkungen wieder souverän. "Soldaten", hebt Adenauer in seiner
    Ansprache an die noch namenlose Truppe an: "Sie stehen vor einer
    Aufgabe, die durch manche Schatten der Vergangenheit und Probleme der
    Gegenwart besonders schwierig ist. Das deutsche Volk erwartet von Ihnen,
    dass Sie in treuer Pflichterfüllung Ihre ganze Kraft einsetzen für das
    über allem stehende Ziel, in Gemeinschaft mit unseren Verbündeten den
    Frieden zu sichern."

    Den "Schatten der Vergangenheit", die über der Gründung der Bundeswehr
    liegen, spüren wir in diesem ersten Teil unserer Doppelfolge von "Wie
    war das noch mal" nach. Denn deutsche Soldaten nur wenige Jahre nach
    Kriegsende, das bedeutet zwangsläufig, dass man beim Aufbau der
    Streitkräfte auf ehemalige Angehörige der Wehrmacht angewiesen ist. Aber
    wie viel Wehrmacht genau steckt in der neuen Bundeswehr? Um diese Frage
    zu beantworten, lernen wir Hans Speidel und Adolf Heusinger kennen, zwei
    ehemalige Generäle Hitlers, die schon im Jahr 1950 bei ersten
    konspirativen Planspielen für eine bundesdeutsche Armee  mitmischen und
    die bald Führungsposten in der neuen Bundeswehr bekleiden. Wir erzählen
    von der geheimen Schnez-Truppe, einer Schattenarmee ehemaliger
    Wehrmachtssoldaten, die gegen den Kommunismus kämpfen wollte, und davon,
    wie der Wehrmachtsveteran Wolf Graf von Baudissin ein neues Soldatenbild
    entwirft, das den Geist des Grundgesetzes atmet und die Bundeswehr bis
    heute prägt. Und wir beleuchten, wie beinahe alles anders gekommen wäre:
    Bevor die Bundeswehr gegründet wurde, verhandeln Adenauer und die
    Alliierten über eine europäische Armee.  

    Der zweite Teil dieser Doppelfolge wird sich mit den großen Debatten
    nach der Gründung der Bundeswehr beschäftigen. Denn schon vor 70 Jahren
    stand die Bundesrepublik vor der Aufgabe, aus dem Stand Tausende neue
    Soldaten aufzustellen. Ob es dazu einer Wehrpflicht bedürfe, darüber
    haben sich schon in den Fünfzigerjahren die Geister geschieden.

    Der zweite Teil ist im Abobereich zu finden, wo Sie unsere Arbeit
    unterstützen können.

    Auch das aktuelle Heft von ZEIT Geschichte dreht sich um die Geschichte
    der Bundeswehr seit ihrer Gründung vor 70 Jahren und um die Fragen, die
    seit Putins zweitem Überfall auf die Ukraine wieder mit Wucht auf die
    Tagesordnung zurückgekehrt sind. Wir zeigen in der neuen Ausgabe, dass
    es in der Geschichte der Bundeswehr nicht nur eine, sondern viele
    Zeitenwenden gegeben hat. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurde aus
    einer Truppe zur Landes- und Bündnisverteidigung eine weltweit
    operierende Einsatzarmee. Und zum ersten Mal seit 1945 starben nun auch
    wieder Soldaten im Gefecht, so wie der Hauptgefreite Sergej Motz, dessen
    Geschichte unser Heft erzählt.

    Unter www.zeit.de/geschichte-bundeswehr können Sie uns abonnieren. Das
    Heft über die Bundeswehr bekommen Sie dann als erste Ausgabe gratis.

    Alle Folgen des Podcasts hören Sie hier. Die Redaktion erreichen Sie per
    Mail unter zeitgeschichte@zeit.de

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O ZEIT Geschichte. Wie war das noch mal?
Wo war die Varusschlacht? Was steckt hinter dem Mythos der Hanse? War Helmut Kohl ein großer Kanzler? Und wo sind eigentlich die Frauen in der Geschichte? Wir stellen Fragen an die Vergangenheit, beleuchten Ereignisse und Persönlichkeiten – und zeigen, was das alles mit heute zu tun hat. Jeden Monat neu zum Thema des aktuellen Hefts von ZEIT Geschichte. Die Hosts von "Wie war das noch mal?", Markus Flohr und Judith Scholter, haben zusammen in Hamburg Geschichte studiert, Geschichten geschrieben und sind nun Redakteur und Redakteurin bei ZEIT Geschichte. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
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