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Chlorgesänge

Ute Zill, Martina Schrey
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    Folge 154: Schwimmen in Israel

    06.05.2026 | 40 min.
    Die ersten Freibäder in Berlin und anderswo in Deutschland sind bereits geöffnet, aber während wir unter freiem Himmel unsere ersten Bahnen ziehen, wollen wir weiterhin schauen, wie es eigentlich andere Länder mit dem Schwimmen so handhaben. Diesmal geht es nach Israel, wir reden mit Jörg Poppendieck, der seit 2024 als Korrespondent der ARD immer wieder über das Land im Nahen Osten berichtet und dort auch regelmäßig schwimmen geht.
    Für ihn ist es vor allem ein Ausgleich zu der doch sehr anstrengenden Arbeit dort. Oft geht er deshalb schon früh am Morgen schwimmen, am liebsten in den Gordon Pool in Tel Aviv, ein 50-Meter-Schwimmbecken mit Aussicht aufs Mittelmeer. Aber warum braucht es einen Pool, wenn man doch auch im Meer schwimmen könnte? Das hat sich Jörg auch gefragt und herausgefunden, dass beim Bau des Gordon Pools in den 1950er Jahren das Wasser im Meer längst nicht die Qualität hatte wie heute. Damals flossen die Abwässer noch ungeklärt ins Mittelmeer, was heute nur noch bei sehr starken Regenfällen vorkommt, wenn die Kanalisation überlastet ist.
    Der Gordon Pool hat das ganze Jahr über geöffnet, bei einer Wassertemperatur von stabilen 24 Grad, leicht salziges Wasser, das jeden Tag frisch aus 150 Meter Tiefe gepumpt wird. Ein öffentliches Bad, von denen es in Israel allerdings nur sehr wenige gibt. Und wenn, dann sind sie sehr teuer, umgerechnet 20 Euro kann man für den Eintritt dort locker loswerden.
    Viele gehen deshalb auch lieber ins Mittelmeer - wenn sie denn dort leben. Hier herrscht ein reges Treiben, es gibt Strandspielzeug, das allen zur Verfügung steht, Rettungsschwimmer haben das Geschehen im Auge und Wellenbrecher parallel zur Küste sorgen dafür, dass die Strömung auch für unsichere Schwimmer:innen beherrschbar ist. Quallen und Haie soll es dort zwar auch geben, aber zumindest Jörg hat noch keine gesehen. Für orthodoxe Israelis gibt es getrennte Bereiche für Frauen und Männer am Strand.
    Der Talmud sagt übrigens, das Erlernen des Schwimmens sei eine lebenswichtige Fertigkeit und elterliche Pflicht, diese ihren Kindern beizubringen - womit allerdings nur die Söhne gemeint sind. Verpflichtenden Schwimmunterricht an Schulen gibt es nur in Orten, die in der Nähe der Küste liegen. Während in Westjerusalem seit 1967 immerhin 18 kommunale Schwimmbäder gebaut wurden, gibt es in Ostjerusalem kein einziges. 2022 sollte hier endlich ein modernes Sportzentrum mit drei Schwimmbecken entstehen, doch dieses Vorhaben wurde durch die Ereignisse am und seit dem 7. Oktober 2023 erstmal auf Eis gelegt.
    Jörg war auch schon mal im Toten Meer, mit 30 Prozent Salzgehalt allerdings weniger zum Schwimmen als zum Schweben geeignet. Außerdem gibt es in der Negev-Wüste kleine Oasen, in denen man schwimmen kann - allerdings eher was für Hartgesottene.
    Im Spitzensport hat Israel durchaus Erfolge - Anastasia Gorbenko gewann 2024 als erste israelische Schwimmerin überhaupt eine Medaille bei Weltmeisterschaften, Silber über 400 Meter Lagen. Seit einiger Zeit gibt es zudem einen großen Olympiastützpunkt nördlich von Tel Aviv.
    Jörg erzählt auch, wie es ist, wenn in Israel plötzlich der Alarm ertönt, weil es zu Luftangriffen kommt. Beim Schwimmen ist ihm das noch nicht passiert, allerdings gibt es mittlerweile viele Menschen, die sich so an den Alarm gewöhnt haben, dass sie trotzdem im Meer schwimmen gehen.
    Wenn Jörg in Israel ist, berichtet er auch über das Westjordanland und den Gaza-Streifen, auch wenn er dort als Journalist zur Zeit nicht reinkommt. Aber er weiß von Kollegen, dass die wenigen Schwimmbäder und Pools im Gaza-Streifen durch den Krieg zerstört wurden und das Mittelmeer nicht ungefährlich ist. Die Kläranlagen sind ebenfalls kaputt, zudem ist dort die israelische Marine häufig mit Schnellbooten unterwegs.
    Im besetzten Westjordanland gibt es zwar Schwimmbäder, aber aufgrund der vielen Checkpoints ist es schwer, dorthin zu gelangen. Und von Ramallah aus kann man zwar direkt aufs Mittelmeer schauen - aber hin kommt man nicht.
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    Folge 153: SEZ - Es wird nie wieder, wie es war

    29.04.2026 | 37 min.
    Heute machen wir mal eine Reise in die Vergangenheit: Als das Berliner Sport- und Erholungszentrum SEZ 1981 eröffnet wurde, war es nicht nur für die DDR, sondern europaweit einzigartig. Das multifunktionale Gebäude sah aus wie ein Raumschiff, ein futuristischer Spaßtempel, der nicht nur architektonisch hervorstach, sondern schon im ersten halben Jahr mehr als zwei Millionen Besucher anlockte. Das Herzstück war eine Schwimmlandschaft mit sieben teils ineinander laufenden Becken, Wellenbad, Sprungturm, Kaskadenbecken, Außenbecken, einer Saunalandschaft und so genannten Bräunungsebenen, kurz: Solarien. Doch das SEZ war noch viel mehr: Es gab allein zehn verschiedene gastronomische Einrichtungen, eine Eis- und eine Rollschuhbahn, Fitnessstudios, eine Sporthalle, eine Bowlinganlage, Gymnastik- und Ballettsäle, Veranstaltungsräume, eine Kampfsportschule, einen Friseur, einen Kindersportgarten und vieles, vieles mehr.
    Es war ein Geschenk der SED, um das Volk bei Laune zu halten, hieß es damals - und das Volk war begeistert. Auch im Westteil der Stadt, dort allerdings auch ein wenig neidisch, denn so eine ungewöhnliche Anlage suchte man hier vergebens.
    Heute ist das SEZ schon seit vielen Jahren eine Ruine. Eingezäunt, mit blinden Fenstern und voller Graffities liegt das Gebäude völlig leblos an der Landsberger Allee im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Seit Jahren brennt der Streit darum. ob man das SEZ wiederbeleben oder doch besser abreißen soll. Seit Jahren kämpfen Initiativen für den Erhalt, will die Stadt hier lieber Wohnungen bauen.
    Wir wollten wissen: Wie war das damals eigentlich? Und haben uns sehr gefreut, dass wir einen der letzten Badleiter des SEZ für unseren Podcast gewinnen konnten: Jürgen Reinhardt, mittlerweile 86 Jahre alt. Mit dabei auch die Schwimmmeisterin Brigitte Kabbe, die ihm damals zur Seite stand, sowie die Sportlehrerin Monika List, die sogar 1981 bei der Eröffnung dabei war. Wir treffen uns zum Kaffeeklatsch in Jürgen Reinhardts Wohnung in Berlin-Treptow. Und spätestens als er den Rettungsring hervorholt, den ihm seine damaligen Kollegen und Kolleginnen zum 60. Geburtstag geschenkt haben, schwelgen alle wieder in Erinnerungen.
    Alle drei haben ihre Arbeit im SEZ über alles geliebt. Und von ihr profitiert: Wer im SEZ angestellt war, konnte eine Neubau-Wohnung aus dem so genannten SEZ-Kontingent bekommen. Jürgen schwärmt vor allem vom Kollektiv, von der Gemeinschaft im SEZ. Brigitte von der herrlichen Schwimmlandschaft, auch wenn man immer wieder aufpassen musste, dass man nicht den Überblick verliert. Wenn sich Erwachsene zu sehr für Kinder interessierten, beispielsweise. Oder jemand die Sanitäranlagen mit Kot verschmierte. Und Monika schwärmt von der Bauzeit des SEZ, die sie ebenfalls schon miterlebt hat: „Das war damals schon herrlich!“ Jürgen erzählt von der Interflug, die im Becken Rettungsversuche geübt hat. Von der Mitternachtssauna. Dem Weihnachtsschwimmen. Und der Love-Parade, die in den 1990ern auch im SEZ mal Station machte.
    Rund 1000 Sportlehrer:innen arbeiteten zur DDR-Zeit im SEZ, berichtet Monika. Und dass sie mal einen Surf-Kurs ausarbeiten sollte, was sie heute noch amüsiert. Und Brigitte erinnert sich an ganze Busladungen, die angefahren kamen, um das SEZ zu besuchen.
    Was deutlich wird: Dass der Westen in der Nachwendezeiten solche Lieblingsorte wie das SEZ nicht wertschätzen konnte, dass der Berliner Senat es am Ende zugelassen hat, dass ein solcher Publikumsmagnet erst an einen Investor geht und dann mehr oder weniger verfällt - das trifft nicht nur unsere drei Gesprächspartner bis ins Mark. Auch uns wird nochmal bewusst, wie rüde man damals (und mitunter bis heute) mit dem umgegangen ist, was die Identität vieler Menschen im Osten ausmacht.
    Denn auch wenn sich die drei am Ende einig sind, dass man das SEZ wohl nicht mehr wiederbeleben kann - der Schmerz über dieses Ende und das Gefühl auch der eigenen Wertlosigkeit wirkt bis heute nach.
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    Bestimmt verpasst: Warum wir immer müssen müssen

    22.04.2026 | 40 min.
    Eigentlich sollte hier eine neue Folge stehen - aber aufgrund eines Krankheitsfalls in der Familie haben wir es leider nicht rechtzeitig geschafft. Wird nachgeholt, versprochen! Wir bitten um Nachsicht und wiederholen hier deshalb eine Folge aus unserer Anfangszeit: Warum wir immer müssen müssen! Oder auch: Der Gauer-Henry-Reflex. Wer die Folge noch nicht kennt - oder sie einfach gern nochmal hört - viel Spaß dabei!
    Immer das gleiche - nach dem Schwimmen müssen wir. Spätestens danach. Woran liegt das bloß? Läuft das ganze Wasser beim Schwimmen in uns rein - und muss dann dringend wieder raus? Sind wir porös? Nicht ganz dicht? Nein - das Elend hat einen Namen und es trifft jeden und jede: Der Gauer Henry Reflex. Und wenn er zuschlägt, wird´s dringend. Und dann - schnell pinkeln unter der Dusche? Oder sogar - wenn es richtig pressiert - im Becken? Was wohl los wäre, wenn das alle machen! In Folge 3 haben wir die Antworten auf all diese Fragen, die wir viel zu selten zu stellen wagen.
    Kurzer Spoiler - wenn Euch Eure Eltern früher drohten: „… das
    Wasser verfärbt sich wenn Du rein machst!“ Alles schwarze
    Pädagogik. Das stimmt nicht. Was allerdings stimmt - im Wasser „müssen" wir viel schneller als an Land. Und in manchen Berliner Bädern ist die Toilettensituation für diese Not geradezu ideal!
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    Folge 152: In den Gewässern von Mexiko

    15.04.2026 | 36 min.
    Als Korrespondentin in einem anderen Land arbeiten zu dürfen, ist eine großartige Sache, findet Jenny Barke, die für die ARD aus Mexiko-Stadt über die Länder der Karibik, Mittelamerika und natürlich Mexiko berichtet. Für ihre Leidenschaft zum Schwimmen ist das Land aber eher suboptimal, obwohl das Land 11.000 Kilometer Küste hat und als große Freischwimmer-Nation gilt. Mexiko-Stadt allerdings liegt in einem Tal mitten im Festland - doch von den vielen Seen, die es hier mal gab, ist praktisch nichts mehr übrig. Auch öffentliche Schwimmbäder sind hier Mangelware, Freibäder gibt es gar nicht.
    Die Schwimmhalle Alberca Olímpica Francisco Márquez, einst gebaut für die Olympischen Spiele 1968, wurde zwar 2008 saniert und sieht wirklich beeindruckend aus, um hier schwimmen zu können, muss man allerdings Vereinsmitglied sein. Doch die Wartezeiten sind lang und man braucht nicht nur eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Arzt - das ist auch in Deutschland durchaus üblich - sondern muss auch seine Geburtsurkunde vorlegen. Und dann ist man an feste Slots gebunden. Für Jenny keine Option, weiß sie doch als Korrespondentin nie, wann sie worüber gerade berichten muss.
    Bleibt ihr nur einer der recht teuren privaten Fitnessstudios, die sich die meisten Mexikaner allerdings nicht leisten können. Aber auch hier sind die Bedingungen ganz anders, als Jenny es von Berlin her kennt, wo sie im Verein Seitenwechsel regelmäßig trainiert hat (Folge 31). Das Wasser ist um die 30 Grad warm, unter Wasser läuft laute Musik, das Becken ist in der Regel nicht tiefer als 1,20 Meter und eine Bahn meist abgesperrt für Menschen, die gehend ihre Bahnen ziehen, um auf diese Art ihre Muskeln zu trainieren. Bikini ist hier nicht erlaubt und nackt unter der Dusche stehen geht gar nicht.
    Jenny macht das Beste draus - und wenn sich die Gelegenheit ergibt, fährt sie an natürliche Gewässer, wie die zahlreichen Cenoten - diese Kalksteinhöhlen sind regelrechte Naturpools, die von Wasserfällen mit Süßwasser gespeist werden, zu finden insbesondere auf der Halbinsel Yucatán. Allerdings: Schwimmwesten sind hier Pflicht, das Wasser ist tief und die Gefahr groß, dass sich die Schwimmer:innen überschätzen. In den weit verzweigten Höhlen ist es schwierig, Menschen zu retten, deshalb baut man vor.
    Rettungsschwimmer, die das Treiben beobachten und im Zweifel eingreifen, sieht man allerdings selten, hat Jenny beobachtet, auch nicht am Meer. So etwas wie die DLRG gibt es in Mexiko nicht, aber auch keinen verpflichtenden Schwimmunterricht an den Schulen. Wer es sich leisten kann, zahlt seinen Kindern teuren privaten Schwimmunterricht, alle anderen müssen sich das Schwimmen selber beibringen, wenn sie nicht das Glück haben, zufällig von einem sozialen Projekt gefördert zu werden. Und das in einem Land, das zwischen zwei Meeren, dem Atlantik und dem Pazifik liegt.
    Und dort ist das Wasser zwar in der Regel für Schwimmer:innen angenehm warm, dafür lauern andere Gefahren: Die Wellen sind mitunter meterhoch, jährlich ertrinken hunderte Menschen, die die Gefahr unterschätzen. Hinzu kommen an der mexikanischen Karibikküste riesige Sargassum-Algenteppiche, in diesem Jahr ist der Befall besonders groß. Als Hauptursachen gelten Düngemittel aus der Landwirtschaft sowie steigende Wassertemperaturen. Und noch was anderes hat Jenny beim Schwimmen und Tauchen beobachtet: Vor der Küste Mexikos, insbesondere im Karibischen Meer und dem Pazifik, findet eine massive Korallenbleiche statt. Anhaltend extreme Wassertemperaturen von bis zu 33 Grad Celsius infolge des Klimawandels führen dazu, dass ganze Riffe absterben.
    Trotzdem: Mexiko hat für Schwimmer:innen viel zu bieten. Wenn man entsprechend vorsichtig ist. Und Rücksicht auf die Umwelt nimmt.
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    Folge 151: Schwimmkunst am anderen Ende der Welt

    08.04.2026 | 30 min.
    Am frühen Morgen mit Melbourne zu sprechen, ist auch für uns was Besonderes. Aber die australische Künstlerin Jane O´Neill hat uns so fasziniert, dass wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten. Jane ist nämlich nicht nur regelmäßige Schwimmerin, sie macht auch Schwimmkunst. Oder besser: Bäderkunst.
    Was sie fasziniert, ist die Bewegung im Wasser und das Wasser selbst. Früher hat sie sich sehr für die Unterwasserwelt der Meere interessiert, aber auch für mystische Meereswesen. Sie ist eine Anhängerin des so genannten Hydrofeminismus, wonach durch das Wasser alle Wesen miteinander verbunden sind. Und schließlich besteht ja auch der Mensch selbst zu einem sehr großen Teil aus Wasser.
    Zur Zeit näht sie ein Schwimmbecken aus Jeansstoff. Den bekommt sie als Abfallprodukt von einer Firma, die den Stoff ansonsten wegschmeißen würde. Den dunkleren Stoff verwendet sie für das typische T am Boden, die helleren Stoffe für die Darstellung der Fliesen. Und weil die vielen hellen Blaus so unterschiedlich sind, hat man tatsächlich das Gefühl, hier ist auch Wasser und das Sonnenlicht reflektiert sich darin. Ein solches Schwimmbad hat Jane in den 90er Jahren schon mal mit echten Fliesen gemacht, aber fand es nicht sehr umweltfreundlich.
    Und so ist es folgerichtig, dass sie jetzt für ihre Kunst Jeansstoff benutzt, der bei der Produktion übrig geblieben ist. Denn für die Herstellung von Jeans braucht man Unmengen an Wasser. Deswegen findet sie Jeansstoff ein tolles Material, um Wasser darzustellen.
    Jane spricht aber nicht nur voller Energie über ihre Kunst, sondern auch übers Schwimmen - und den Unterschied zwischen Australien und Berlin. Drei Jahre hat sie in ihrer Jugend in der Schweiz gelebt, neun Monate war sie 2018 in der deutschen Hauptstadt, um im Rahmen der Bauhaus-Ausstellung zu arbeiten. In der Zeit hat sie über 20 Berliner Schwimmbäder besucht. Und festgestellt, dass hier doch einiges anders ist.
    In Australien schwimmt man beispielsweise andersherum auf der Bahn - also links statt rechts, im Uhrzeigersinn statt dagegen. Und man lege wesentlich weniger Wert auf Hygiene, so Janes Erfahrung. Duschen vor dem Schwimmen sei in Australien eher nicht üblich. Und dass man sich die Straßenschuhe auszieht am Beckenrand - das hat sie in Deutschland ebenfalls überrascht. Durchschreitebecken gäbe es in Australien nicht. So sähe man am Ende des Sommers am Beckenboden auch jede Menge Haargummis und vor allem - sehr viel Sand. Was in Australien allerdings sehr streng gehandhabt werde, sei die Einteilung der Schwimmbahnen in langsam - mittel - schnell. Und es werde sehr stark darauf geachtet, dass das auch eingehalten wird und sich kein langsamer Rückenschwimmer auf der Schnellbahn verirrt.
    Nächstes Jahr zeigt Jane O´Neill ihre Kunst übrigens auch in Deutschland, gemeinsam mit der Künstlerin Petra Lüning von Kunst im Bad. Wir halten euch auf dem laufenden!

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O Chlorgesänge

Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!
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Generated: 5/7/2026 - 10:21:40 AM