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Chlorgesänge

Ute Zill, Martina Schrey
Chlorgesänge
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  • Chlorgesänge

    Folge 142: Man kann mehr als man denkt

    28.01.2026 | 48 min.
    Kirsten Bruhn ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Athleten im Parasport - umso mehr freuen wir uns, sie im Berliner Sportforum Hohenschönhausen treffen zu können. Ihre Haare sind noch etwas feucht, denn auch wenn Kirsten bereits 2024 ihre aktive Karriere beendet hat, geht sie im Schnitt doch immer noch jeden zweiten Tag schwimmen. Heute dann „nur“ 2000 Meter, aber sie wollte sich dann doch noch vorher auf das Gespräch mit uns einstimmen.
    Kirsten ist ein Phänomen: Sie ist 54 Weltrekorde und 64 Europarekorde geschwommen, ist 6-fache Weltmeisterin und 8-fache Europameisterin. Ihre Bestzeiten sind zum Teil bis heute unerreicht, dabei war sie schon über dreißig, als sie sie erschwommen hat. Allerdings: Ein glatter Durchmarsch war ihre Karriere nicht, im Gegenteil.
    Denn als sie 1991 im Alter von 21 Jahren durch einen Motorradunfall plötzlich querschnittsgelähmt war, glaubte sie, niemals wieder so schwimmen zu können wie vorher. Denn schon in ihrer Jugend war Kirsten Leistungsschwimmerin, allerdings nie bei internationalen Wettkämpfen dabei. Aber immer mit großer Leidenschaft, schon mit drei Jahren konnte sie schwimmen. Mit der Diagnose allerdings schien dieser Weg endgültig vorbei zu sein. Das war ein ganz tiefes Tal, erzählt uns Kirsten, aus dem sie lange nicht rausgekommen ist und das sie auch in ihrem Buch „Mein Leben - und wie ich es zurückgewann“ sehr eindrucksvoll beschreibt.
    Ja, nachdem der erste Schock und vor allem die ganz großen Schmerzen erstmal vorbei waren, entwickelte sie einen großen Ehrgeit, wieder vollständig am Leben teilnehmen zu können, ohne auf Hilfe angewiesen zu sein. „Das habe ich in meiner Familie so gelernt“, erzählt sie uns, hängen lassen gilt nicht. Aber schwimmen? Elf Jahre dauerte es, bis sie es wieder wagte. Weil ihr ein Reha-Trainer den Tipp und auch ein paar Adressen gegeben hatte. Und schon nach wenigen Monaten des harten Trainings war Kirsten Bruhn Deutsche Meisterin auf 50 Meter Rücken.
    „Aber nicht, dass ihr denkt, ja klar, Paraschwimmen, das ist auch nicht sooo schwierig!“ Denken wir nicht. Im Gegenteil - wir sind extrem beeindruckt. Denn Kirsten räumte nicht nur im Rücken- und Kraulschwimmen ab. Sie begann, auch in ihrer alten Paradedisziplin, dem Brustschwimmen, wieder zu trainieren. Was für jemanden mit einer Querschnittslähmung extrem schwierig ist. Denn die Kraft beim Brustschwimmen kommt zu 70-80 Prozent aus den Beinen.
    „Ich glaube, da hat mir mein Körpergedächtnis sehr geholfen“, sagt sie. Und ein extremer Wille, vermuten wir. Kirsten hat das Glück im Unglück, nicht vollständig querschnittsgelähmt zu sein. So holte sie bereits 2004 bei den Paralympics Gold - auf 100 Meter Brust. Und so ging es weiter, bis sie - unzählige Medaillen und Rekorde später - ihre Karriere beendete.
    Dem Schwimmsport ist sie trotzdem treu geblieben, auch als Mentaltrainerin für junge Athlet:innen. Außerdem ist sie seit 2016 bei den Paralympics als Expertin für die ARD dabei. Sie ist Botschafterin für Rehabilitation, Prävention und Sport beim Unfallkrankenhaus Berlin und seit 2015 ist ein Schwimmbad in ihrer Geburtsstadt Eutin nach ihr benannt. Sie war eine von drei Protagonist:innen in dem Film „Gold - du kannst mehr als du denkst“, der bei der Berlinale 2013 seine Weltpremiere feierte und sie bekam den Bambi für ihre herausragenden Leistungen. Sie hält Vorträge darüber, wie wichtig es ist, sich wieder ins Leben zurückzukämpfen und wie der Sport einem dabei helfen kann.
    Und seit 2026 ist sie Ehrenbürgerin in Schleswig Holstein. Eins ärgert sie trotzdem bis heute: Dass so wenig Schwimmbäder barrierefrei sind. Und selbst, wenn man sie so nennt, sagt sie, seien sie allenfalls barrierearm. Fast nie gebe es ein Leitsystem für Blinde, angemessene Duschen für Rollstuhlfahrer:innen oder die Möglichkeit, dass sich kognitiv eingeschränkte Menschen dort ohne Hilfe bewegen können. Muss man unbedingt endlich mal ändern, findet sie. Finden wir auch.
  • Chlorgesänge

    Folge 141: Mobi - Schwimmen für alle und überall

    21.01.2026 | 39 min.
    Diesmal haben wir gleich drei Menschen zu Gast - denn ohne sie wäre dieses einzigartige Projekt wohl nie zustande gekommen: Mobi ist ein mobiles Schwimmbad, bestehend aus drei transportablen Stahlbauten in T-Form. Im Hauptteil ist natürlich das Schwimmbecken, beheizt und 3x13 Meter groß. In einem weiteren Modul sind Umkleiden, Duschen und Toiletten, jeweils für Mädchen und Jungs getrennt. Und in einem dritten Modul findet die Wasseraufbereitung statt. Das Ganze auf einer Fläche von 25x15 Metern - passt praktisch auf jeden Schulhof!
    Und das soll es auch. Denn Mobi ist dafür da, dass sich Kinder ans Wasser gewöhnen können, unabhängig von eingeschränkten Wasserzeiten an öffentlichen Schwimmbädern und viel zu schnell ausgebuchten Schwimmkursen. Deshalb steht das mobile Schwimmbad bis zu drei Monaten immer an einer anderen Schule im Raum Köln/Bonn. Morgens findet hier Schwimmunterricht statt, nachmittags können auch alle anderen in der Umgebung Schwimm- und Aquakurse buchen. Sogar Schwimmtraining ist möglich, denn Mobi hat bei Bedarf auch eine Gegenstromanlage. Und das Ganze für alle - kostenlos! 10 Stunden am Tag ist Mobi in Betrieb, an 350 Tagen im Jahr.
    Entstanden ist die Idee im Rahmen der Schwimminitiative Nordrhein-Westfalen (NRW). Projektträger ist der Kreissportbund Düren, dessen Geschäftsführer Wolfgang Schmitz uns als erstes von dem Projekt erzählt hat. Was ohne Unterstützung des Fördervereins der Sparkasse Köln/Bonn - immerhin in Höhe von 3 Millionen Euro - gar nicht zustande gekommen wäre. Deshalb ist auch Gero Wiesenhöfer heute zu Gast. Und natürlich Verena von der Gathen, die nicht nur für das Projekt verantwortlich ist, sondern es an der Sporthochschule Köln auch wissenschaftlich begleitet. Denn das mobile Schwimmbad Mobi ist tatsächlich einzigartig, sagt Wolfgang Schmitz: Selber geplant und ausgetüftelt und mittlerweile sogar patentiert - der Stolz ist ihm deutlich anzuhören. Kostenpunkt: 750.000 Euro allein für die drei Module, mit Solarpaneelen auf dem Dach. Hinzu kommen nochmal rund 450.000 Euro im Jahr für Energie- und Betriebskosten, Schwimmlehrer:innen und was sonst noch so alles anfällt.
    Seit September 2025 ist Mobi unterwegs, sein Einsatz ist für fünf Jahre geplant, immer an Schulen mit hohem Sozialindex. Denn dort sind die Schülerinnen und Schüler vorher oft noch nie mit einem Schwimmbecken in Berührung gekommen. Ein bis zwei Tage braucht es für den Aufbau, dann nochmal etwa fünf Tage für Vorbereitung, Wasser einlassen und temperieren, bis Mobi startklar ist. Wichtig: Mobi kann sich sogar an einen unebenen Untergrund anpassen, das Wasser kommt mit Unterstützung der Feuerwehr aus öffentlichen Hydranten. Und natürlich kommt auch regelmäßig das Gesundheitsamt vorbei, um zu kontrollieren, dass das Wasser auch tatsächlich hygienisch einwandfrei ist.
    Wichtig ist allen dreien zu betonen, dass Mobi keine Schwimmbäder ersetzen soll, sondern als Zusatzangebot gedacht ist. Damit sich Kinder spielerisch ans Wasser gewöhnen können. Und nicht mehr monatelange Schwimmkurse brauchen, sondern recht zügig in einem öffentlichen Schwimmbad das Seepferdchen und später dann auch das Schwimmabzeichen machen können.
    Am liebsten würden die drei ganz viele Mobis bauen und vor Schulen stellen. Auch vor unserem inneren Auge tauchen lauter Mobis in Kreuzberg, Neukölln und anderen Berliner Stadtteilen auf. Das wäre doch tatsächlich mal eine gute Idee! Vielleicht fragen wir mal beim Berliner Senat und der Berliner Sparkasse an. Wer ist dabei?
  • Chlorgesänge

    Folge 140: Gesänge über Chlor - und seinen Geruch

    14.01.2026 | 39 min.
    Heute wollen wir unserem Namen mal alle Ehre machen und über Chlor reden. Nein, keine Angst, das wird keine Chemiestunde. Aber die meisten von uns machen sich vermutlich wenig Gedanken darüber, was eigentlich alles dazu gehört, damit das Wasser im Schwimmbecken klar, sauber und hygienisch einwandfrei bleibt und wir bedenkenlos reinspringen können. Was alles so dazu gehört, das war auch uns nicht wirklich klar und nötigt uns großen Respekt ab!
    Unser Gesprächspartner ist der Sachverständige für Wasseraufbereitung Dirk Dygutsch, der neben vielen anderen Tätigkeiten auch in der Schwimm- und Badebeckenwasserkommission des Bundesgesundheitsministeriums sitzt. Mit anderen Worten: Ein echter Auskenner. Der zudem noch - obwohl er in Chemie einen Doktor hat oder vielleicht auch gerade deswegen - sehr anschaulich erklären kann.
    Eins stellt er gleich am Anfang klar: Es reicht nicht, eine Handvoll Chlor ins Wasser zu schmeißen und dann ist alles prima. Vielmehr gehören sehr viele komplizierte Abläufe im Hintergrund dazu, damit wir uns im Schwimmbad weder vor Infektionen noch vor Verätzungen fürchten müssen und auch nicht ständig irgendwelche Dinge um uns herumschwinmen, die da nicht reingehören.
    Mindestens ebensso wie wichtig wie Chlor sind sehr gute Filter und weitere Desinfektionsmittel. Dreimal täglich muss kontrolliert werden, ob das Mischungsverhältnis auch wirklich stimmt. Das Wasser im Schwimmbecken ist Trinkwasser, für jeden Badegast müssen rund 30 Liter nachgefüllt werden, also ein ständiger Kreislauf. Zudem werden die Beckenböden mindestens zweimal die Woche gereinigt, die Beckenwände alle 14 Tage und die Überlaufrinne einmal wöchentlich. Und auch das Gesundheitsamt schaut regelmäßig vorbei.
    Im Gespräch geht es natürlich auch darum, wie schlimm es denn eigentlich ist, wenn man ins Becken pinkelt. Der bekannte amerikanische Schwimmer Michael Phelps hat dazu mal gesagt: „Ich denke, jeder pinkelt in den Pool. Wenn man zwei Stunden im Wasser ist, geht man nicht raus, um Pipi zu machen.“ Er empfände das aber auch nicht als problematisch, das Chlor im Becken käme damit schon klar. So ganz stimmt das allerdings nicht, sagt Dirk Dygutsch. Wenn jeder statt der Toilette das Becken benutze, gäbe es sehr wohl ein Problem.
    Mit geringen Mengen, die Menschen womöglich „aus Versehen“ verlieren, käme das Chlor aber schon klar. Der typische Chlorgeruch in Schwimmbädern - den wir beide sehr lieben - kommt allerdings nicht vom Chlor, das riecht kaum. Vielmehr entstehe er durch flüchtige Gase, die frei werden, wenn Chlor den Harnstoff abbaut. Es ist also tatsächlich was dran - je mehr es nach Chlor riecht, desto mehr … Eine andere Story kann Dygutsch aber klar entkräften: Es ist nicht möglich, dass sich Urin verfärbt, wenn er dann doch mal ins Beckenwasser fließt. Also keine Sorge.
    Mindestens genauso wichtig, um das Badewasser sauber zu halten, ist das Duschen vorab. Denn das größte Risiko, Schadstoffe ins Wasser zu tragen, sind wir selbst. Vorher ordentlich einseifen und gründlich abduschen, rät Dygutsch, das wäre die allerbeste Hygiene. Wir schauen uns an und müssen ein bisschen lachen. In Hallenbädern wird das sicher von vielen gemacht. Im Freibad haben wir noch nie jemanden vor dem Schwimmen mit Seife unter der Dusche stehen sehen …
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    Folge 139: Faszination Eisschwimmen

    07.01.2026 | 48 min.
    Es ist ein Trend, ein Hype, ein Wahnsinn geradezu - das Eisschwimmen. Gerade fanden vom 1. bis zum 6. Januar bundesweit die Eisschwimmtage statt, seit 2025 ist Eisschwimmen eine offizielle Sportart im Deutschen Schwimmverband. Immer mehr Menschen hüpfen im Winter mal eben in den eiskalten See (obwohl man auf keinen Fall hinein „springen“ sollte!). Wir sprechen heute mit Anke Rubien, eine unserer Hörerinnen, aber vor allem - einer Eisschwimmexpertin. Denn sie ist nicht nur selber Eisschwimmerin seit 2016, sondern hat sich auch zum Ice-Instructor ausbilden lassen, quasi zu einer Eisschwimmlehrerin. Zur Zeit kann man diese Ausbildung nur beim bayerischen Schwimmverband machen, Anke kommt selber aus Hessen und lebt zur Zeit bei Hannover - aber das war es ihr wert.
    Denn so schön und aufregend Eisschwimmen auch sein kann - es ist nicht ungefährlich. Die beiden wichtigsten Regeln, sagt Anke: NIEMALS allein und - immer bedenken, dass man aus dem kalten Wasser auch wieder rauskommen muss! Wer sich beispielsweise ein Loch in die Eisfläche eines Sees schlägt, handelt grob fahrlässig. Denn da kommt man zwar sehr schnell rein, aber nur sehr schwer wieder raus. Und auch für Retter ist es sehr schwierig, jemanden aus einem Eisloch herauszuziehen.
    Wenn man im kalten See schwimmen geht, sollte man auf jeden Fall immer eine Boje dabei haben. Nicht nur, weil man sich im Zweifel daran festhalten kann, sondern weil man einfach besser gesehen wird. Ob mit oder ohne Neoprenanzug, -socken oder -handschuhe - das müsse jeder und jede für sich selber entscheiden, sagt Anke. Neoprensocken seien oft sehr hilfreich, weil man nie so genau wisse, wie der Untergrund im See gerade beschaffen ist. Und wenn man reingeht, so ihr Tipp, dann erstmal bis zum Bauchnabel - und dann langsam, aber zügig den Rest. Und dabei gaaaaanz ruhig atmen!
    Anke selbst ist eher durch Zufall zum Eisschwimmen gekommen. Als Kind hatten ihr ihre Eltern das Schwimmtraining verboten, weil sie Angst hatten, dass sie zu muskulös, zu wenig weiblich dadurch werden würde. Mit 40 hat sie dann aber mit den eigenen Kindern wieder angefangen, hat zahlreiche internationale Wettkämpfe mitgeschommen, diverse Trainerscheine gemacht, als Volunteer bei Wettkämpfen unterstützt und sich dann auch noch zum Total Immersion-Coach ausbilden lassen.
    Kurz und krumm - das Wasser war und ist ihr Element. Zunächst vor allem im Becken, später, wenn auch zögerlich, im See. 2016 war sie als Zuschauerin bei der Eisschwimm-WM in Burghausen dabei, plötzlich fehlte eine Starterin in der Staffel und Anke wurde gefragt, ob sie nicht vielleicht …? Sie wollte. 25 Meter in eiskaltem Wasser. Bei 1,5 Grad Wasser- und minus 13 Grad Außentemperatur. Danach gab es kein Zurück mehr.
    Mittlerweile schwimmt sie auf Wettkämpfen 500 oder auch 1000 Meter. Brust oder Kraul, wobei sie betont, dass Kraulschwimmen im kalten Wasser nochmal eine ganz andere Überwindung ist. Rollwenden sind bei Eisschwimmwettkämpfen übrigens verboten. Und spätestens nach fünf Metern muss der Kopf wieder aufgetaucht sein - „sonst wird man disqualifiziert“.
    Das Eisschwimmen war auch eine gute Vorbereitung für eine ganz andere Idee, die Anke mit drei anderen Frauen im Jahr 2023 in die Tat umsetzte: Staffelschwimmen durch den Ärmelkanal und dabei Spenden sammeln für die „German Doctors“, die damit ein Dorf in Indien unterstützen wollten. 4.000 Euro sollten zusammenkommen. Am Ende waren es 32.000.
    Am 10. und 11. Januar 2026 wird Anke am vEItSbad Cup teilnehmen, der der Station beim aktuellen Deutschland Ice Cup. Wir wünschen ihr gutes Gelingen und viel Erfolg!
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    Folge 138: Happy New Year!

    31.12.2025 | 32 min.
    An diesem letzten Tag des Jahres 2025 schauen wir zurück auf all das, was dieses Jahr für uns und hoffentlich auch unsere Hörerinnen und Hörerinnen besonders gemacht hat - allerdings erst, nachdem wir gemeinsam die Päckchen für die Gewinner:innen unseres Adventskalenders gepackt hatten. Allein der war schon wirklich speziell, nicht nur wegen der Fragen, sondern auch wegen der Entstehungsgeschichte: Immerhin durften wir für einige Szenen eine Stunde ganz allein in einem Berliner Schwimmbad drehen und dabei feststellen, was für ein unglaublicher Aufwand betrieben werden muss, um so ein Bad sauber zu halten.
    Richtig glücklich sind wir, dass wir nach drei Jahren jetzt auch endlich den angemessenen Windschutz für unsere Mikrophone haben: Dunkelwasserblau und natürlich mit dem Schriftzug „Chlorgesänge“! Regelmäßig kommen auch unsere Schwimmponchos mit dem gleichnamigen Schriftzug zum Einsatz - im Moment ganz allein unser Privateigentum, aber wenn wir es irgendwann tatsächlich mal schaffen, ein Gewerbe anzumelden, dann bieten wir sie womöglich auch zum Verkauf an. Genauso wie unsere Badekappen, die es mittlerweile immerhin schon in acht Farben gibt.
    2025 haben wir aber auch erstmals eine Tombola gemacht, und das erste Mal Werbung für Schwimmbrillen (mit dem Code CHLOR20 gibt es 20 Prozent Rabatt), von denen wir aber auch wirklich immer noch total überzeugt sind. Und von den neuen Badeanzügen, die sich zumindest eine von uns gegönnt hat, wollen wir gar nicht reden …
    Aber natürlich haben wir auch für 2026 schon Pläne - zum Beispiel endlich mal nach Lippstadt zu fahren, wo es deutschlandweit das erste KI-Überwachungssystem gibt, was das Badpersonal unterstützen soll. Mindestens genauso neugierig sind wir auf „Wischael“ im Moselbad in Koblenz, ebenfall eine KI, die bei der Reinigung in Schwimmbädern unterstützen kann. Ein Bad mit einer 100-Meter-Bahn wollen wir unbedingt besuchen, bei einem 24-Stunden-Schwimmen teilnehmen, beim Aqua-Cycling mitmachen … und da geht bestimmt auch noch mehr. Wenn Ihr Anregungen für uns habt, worüber wir unbedingt mal berichten und wohin wir dringend mal fahren müssen - meldet Euch bei uns!
    Aber jetzt erstmal für alle: Wir wünschen Euch ein wunderbares Jahr 2026, auf dass ihr bei jeder Gelegenheit und immer freudig ins Wasser gehen könnt und vor allem - ganz viel Spaß habt!

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O Chlorgesänge

Wir sind Schwimmerinnen. Wir waren beide mal im Schwimmverein, aber das ist lange her. Bis vor kurzem schwammen wir so wie die meisten – ab und zu, wenn es gerade passt. Doch dann entdeckten wir die Jahreskarte der Berliner Bäderbetriebe – und stellten fest: Berlin hat ja über 60 Schwimmbäder! Schnell stand fest: Die durchschwimmen wir alle! Und zwar in einem Jahr. Gesagt, getan. Was uns beim Bahnen ziehen durch den Kopf geht und warum wir meinen, dass schwimmen nicht nur überlebenswichtig, sondern ein großartiges Abenteuer ist – darum geht es hier!
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Generated: 1/30/2026 - 11:49:56 PM