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- Woop! Woop! Heute spreche ich zuerst mit dem Publizisten und früheren Zeit-Chefredakteur Roger de Weck über sein Buch „Glanz und Elend der Konservativen" (Suhrkamp, 2025). De Wecks Provokation: Nicht die Linke, sondern die Konservativen könnten den Rechtspopulismus am wirksamsten bekämpfen — wenn sie sich nur neu erfinden würden. Stattdessen kippen sie nach rechts, verlieren ihr Profil und räumen der AfD das Feld. De Weck, der als Gastprofessor am College of Europe in Brügge lehrt und das Archiv des EU-Gründers Jean Monnet betreut, skizziert, was ein glaubwürdiger Konservatismus heute bedeuten könnte — und warum genau das so selten gelingt.
Dann kommt der Politikwissenschaftler Philip Manow, Professor an der Universität Siegen und einer der schärfsten Analytiker der europäischen Demokratiekrise, mit seinem neuen Buch „Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats" (C.H. Beck, 2026). Manow zeigt, dass unsere alten Ordnungsbegriffe — links, rechts, Mitte — längst nicht mehr tragen: Heute steht ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft, und populistische Parteien werden kulturell rechter, aber verteilungspolitisch linker. Die eigentliche Ursache dieser Verschiebung: die Infragestellung des Nationalstaats als politische Gestaltungsebene. Ein Essay, der zwingt, neu zu denken.
Zwei Bücher, ein roter Faden: Die alten Lager lösen sich auf — wer baut die neuen?
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Nach dem "Schock" von Sachsen-Anhalt spreche ich heute zuerst mit dem FAZ-Journalisten und Autor Patrick Bahners über sein Buch „Die Wiederkehr. Die AfD und der neue deutsche Nationalismus" (Klett-Cotta, 2023). Zehn Jahre AfD — aber das Problem ist größer als eine Partei. Bahners zeigt scharfsinnig und historisch argumentierend, dass die Neue Rechte einen festen Platz in unseren politischen Institutionen behaupten wird. Kein vorübergehender Protest, kein Betriebsunfall der Demokratie — sondern ein neuer Nationalismus, der sich längst in allen Parteien eingenistet hat. Bahners wechselt dabei zwischen dichter Beschreibung und kalter Analyse — er dreht und wendet den rechten Weltbild-Stoff so lange, bis der toxische Kern offen zutage liegt. Ein Buch, das fordert. Und das genau deshalb notwendig ist.
Dann spreche ich mit der Politikwissenschaftlerin Martyna Linartas über „Unverdiente Ungleichheit. Wie der Weg aus der Erbengesellschaft gelingen kann" (Rowohlt, 2025) — auf der Shortlist für „Das politische Buch" 2026. In kaum einem anderen westlichen Land ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Deutschland — und die Schere geht immer weiter auf. Jeder Sechste lebt in Armut, während Superreiche ihr Vermögen von Generation zu Generation weitervererben. Linartas seziert das politische Tabuthema unserer Zeit: Dass wir die Reichen nicht besteuern, gefährdet unseren Wohlstand, unsere Umwelt und unsere Demokratie. Für ihr Buch hat sie exklusiv mit der Wirtschaftselite gesprochen — und die Antworten sind überraschender, als man denkt.
Zwei Bücher, ein roter Faden: Warum ist es so schwer, dieses Land gerechter zu machen — und wer hat ein Interesse daran, dass alles bleibt, wie es ist?
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Zuerst spreche ich heute mit dem Soziologen Florian Butollo über sein Buch „Das knappe Gut Arbeit. Automatisierung, Arbeitskräftemangel und sozialer Konflikt" (Suhrkamp, 2026). Das Paradox der Stunde: Überall wird vor KI-bedingtem Jobverlust gewarnt — und gleichzeitig reißen die Klagen über Fachkräftemangel nicht ab, Pflegestationen kollabieren, Stellen blei-ben unbesetzt. Butollo, Professor für Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und ehemaliger Sachverständiger der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz" des Bundes-tags, löst diesen Widerspruch auf: Automatisierung schafft nicht weniger, sondern mehr Arbeit — und damit eine neue Konfliktlinie. Die Frage ist nicht mehr, ob wir genug Arbeit haben. Die Frage ist: Wofür wollen wir angesichts sozialer und ökologischer Krisen unsere Arbeitskraft noch einsetzen — und wer entscheidet das?
Dann spricht der Jurist und Völkerrechtler Michael Riepl über sein Debüt „Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus" (C.H. Beck, 2026). Altmontal — ein deutsches Dorf in der Schwarzmeerebene, heute mitten an der Front des Ukraine-Krieges. Hier wurde Hedwig Krämer 1919 geboren, erlebte Hungersnöte, Verfolgung und Krieg — und entkam 1942 nach Bayern. Mit 75 Jahren begann sie, ihre Geschichte aufzuschreiben. Niemand hatte je danach gefragt. Riepl hat ihre Aufzeichnungen mit eigenen Recherchen vor Ort verwoben — Reisen in die Ukraine zwischen 2018 und 2025 — und daraus ein Buch gemacht, das sich liest wie ein Roman, aber eine wahre Geschichte ist: über Familie, Heimat, Verlust und einen unfassbaren Lebensmut.
Zwei Bücher, ein roter Faden: Was bleibt von einer Welt, die wir kannten — und wer trägt die Last des Wandels?
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Dreifachfolge — und alle drei Bücher stellen dieselbe Frage: Wie hält eine Ordnung stand, wenn die Grundlagen erschüttert werden?
Zuerst spreche ich mit dem Politikwissenschaftler Andreas Fulda über sein Buch „Wenn China angreift. Ein Szenario" (C.H. Beck, 2026) — nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2026. Irgendwann 2027: Ein chinesischer Kampfjet stürzt in taiwanischem Luftraum ab. Peking ordnet den Angriff auf den Inselstaat an. Die USA, innenpolitisch zerstritten, reagieren zu spät — China hat Taiwan schon annektiert. Fulda, der dreißig Jahre lang China und Taiwan erforscht hat, versteht sein Buch als Weckruf: Im Westen verkenne man häufig die Entschlossenheit der KPCh, die Vorherrschaft im indopazifischen Raum herzustellen. Was bedeutet das für Deutschland — ein Land, das tiefer als jedes andere in Europa mit China verflochten ist?
Dann kommt der Theologe und Philosoph Andreas G. Weiß mit „Das Ende eines Traums. Donald Trump und der 250. Geburtstag der USA" (Patmos, 2026). 2026 feiern die Vereinigten Staaten den 250. Geburtstag ihrer Gründung — und Weiß erzählt die Geschichte des amerikanischen Traums als religiös-politischen Mythos einer „heiligen Nation" und wie dieser Traum gerade vor unseren Augen zerbricht. Seine These: „Donald Trump hat das Amerika der Illusionen nicht zerstört — er hat es entlarvt." Was kommt nach dem Erwachen?
Zuletzt spreche ich mit dem Friedensforscher Hendrik Simon über sein Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen" (Reclam, 2026). Der weitverbreiteten Diagnose, wir erleben gerade den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer bloßen Machtordnung, widerspricht Simon darin ausdrücklich. Krieg und Recht, Gewalt und Normen — und die unbequeme Frage: Schaffen Waffen Sicherheit, oder schaffen sie nur die Voraussetzung für den nächsten Krieg?
Drei Bücher, ein roter Faden: Was bleibt von der Ordnung, die wir kannten?
Enjoy!^^
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In der aktuellen Polykrise, ist es wichtig den politischen Prozess zu verfolgen und zu beeinflussen, wie immer man kann.
Die Frage ist wohin steuert Deutschland jetzt? Was treibt die CDU eigentlich? Wie gehen Medien mit Regierung und deren Kritik um? Wie umgehen mit der AfD? Wird das Parlament demnächst durch die Abgeordneten in einer Minderheitsregierung stärker? Alles fragen mit denen sich dieser Podcast beschäftigt!
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