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- Woop! Woop! Heute eine lange Doppelfolge: zwei Bücher, die sich fragen, was passiert, wenn Gewalt zur Antwort auf Gewalt wird, und wie Menschen sich dagegen wehren.
Ich spreche mit dem Historiker Tad Stoermer über sein Buch „A Resistance History of the United States" (Steerforth Press). Stoermer ist Public Historian mit Stationen an der University of Virginia, in Johns Hopkins und Harvard. Er war Mitarbeiter im US-Kongress und Redenschreiber, diente als Aufklärer in der US-Armee und lebt heute in Dänemark. Seine These: Die USA wurden von Widerstand geprägt, nur anders, als wir es gelernt haben. Er erzählt von Bacon's Rebellion und Metacomets Krieg, den Black Loyalists und der Underground Railroad. Amerikanische Geschichte ist für ihn keine beruhigende Fortschrittserzählung mit weisen Gründervätern, sondern die Geschichte von Menschen, die Veränderung gegen Institutionen erzwangen, die sie verhindern sollten. Am Ende steht ein „Resistance History Toolkit" mit neun Prinzipien. Was können wir daraus für die USA von heute lernen?
Dann kommt der Islam- und Politikwissenschaftler Ronald Ofteringer mit seinem Buch „Die Welt in Trümmern. Über das Scheitern der Antiterrorkriege und ihre Folgen" (Quadriga). Ofteringer hat für medico international Nothilfe- und Menschenrechtsprojekte in der Türkei, im Irak, in Israel-Palästina und im Libanon betreut und später für das Rote Kreuz gearbeitet. Er kennt das Leid also aus erster Hand. Er beschreibt den „Krieg gegen den Terror" als Spirale aus Gewalt und Vergeltung, in deren Trümmern des zerschlagenen irakischen Staates der „Islamische Staat" entstand. Auch Gaza steht für ihn dafür, welche Auswüchse der Kampf gegen Terroristen hervorbringt und wie die Zivilbevölkerung leidet. Er fragt, wie man diese Spirale durchbrechen kann und welche Prävention es braucht.
Zwei Bücher, ein roter Faden: Wer Gewalt mit Gewalt beantwortet, produziert neue Gewalt. Und was bleibt dann an Handlungsspielraum, wenn Institutionen versagen?
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Diese Folge beginnt mit einem Gedankenexperiment, das unbequemer kaum sein könnte: Was wäre, wenn die AfD die nächste Bundestagswahl gewinnt?
Zu Gast ist Justus Bender, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, mit seinem Buch „Deutschland 2033. Ein Szenario" (C.H. Beck).
Hundert Jahre nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten steht Deutschland vor einer Bundestagswahl, und die AfD geht als Siegerin hervor. Bender entwirft ihr mutmaßliches Regierungshandeln in einer möglichen Koalition mit der CDU und stützt sich dabei auf aktuelle Aussagen von Vordenkern und Politikern der Partei. Nichts davon ist frei erfunden, sondern aus dem fortgeschrieben, was heute schon gesagt, geschrieben und gefordert wird. Erzählt wird es auch aus der Sicht von Anton und Alma, die sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennenlernen und Jahre später als Berliner Studierende wiedertreffen.
Wir sprechen über die Frage, wie realistisch dieses Szenario ist. Was bedeutet es, wenn eine Partei, die Bender beim Wort nimmt, tatsächlich regiert? Welche Rolle spielt die CDU, und wo liegen die Punkte, an denen Institutionen wirklich Widerstand leisten könnten? Und was kann ein fiktives Szenario leisten, das eine Faktenanalyse nicht schafft?
Ein Buch, das Warnung und Erzählung zugleich ist, und ein Gespräch darüber, was wir heute noch ändern können, damit 2033 nur ein Szenario bleibt.
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Heute komme ich mit drei Gesprächen zu drei Büchern — und alle drei Bücher schauen auf dasselbe Land: die USA. Aus drei völlig verschiedenen Winkeln.
Zuerst spreche ich mit dem Journalisten Jörg Wimalasena, früherer US-Korrespondent von Zeit Online, über sein Buch „Die Undemokraten. Wie die Demokratische Partei Trump großmachte" (Brumaire). Wimalasena sucht die Antwort auf Trumps Wiederwahl vor allem bei seinen Gegnern. Er zeigt, wie sich in den USA die einstige Partei der kleinen Leute dem großen Geld verschrieb und alle bekämpft, die es wagen, auch nur ein wenig Umverteilung zu fordern. Kein Betriebsunfall, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Verrats an der eigenen Basis — und ein Buch, das erklärt, warum Symbolpolitik keine Wahlen gewinnt.
Dann kommt der amerikanische Politologe und Friedensaktivist Stephen Eric Bronner, emeritierter Professor für Politik- und Literaturwissenschaft, mit seinem Buch „Trumps Welt. Nachrichten aus dem neuen Amerika" (Dietz). In 16 kleinen, glänzend geschriebenen Texten zeichnet Bronner das Bild einer trudelnden, verunsicherten, zunehmend in sich verfeindeten Gesellschaft. Die USA sind eine „gefährdete Republik" — es herrscht ein neues, starres und explosives Gefühl von „wir" und „sie". Die bürgerlichen Freiheiten und das Wahlrecht sind in Gefahr. Ein Insider-Blick von jemandem, der sein Land liebt — und deshalb so schonungslos urteilt.
Zuletzt spreche ich mit dem Historiker Philipp Gassert, Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Universität Mannheim, über sein Buch „Die bipolare Nation. Was Amerika der Welt gegeben hat. Im Guten wie im Schlechten" (dtv). Gassert zeichnet nach, wie tief die Widersprüche in der Gründung und der Geschichte des Landes verwurzelt sind: Imperialismus und Antiimperialismus, Sklaverei und ihre Überwindung, Demokratie und Unterdrückung, Armut und Verschwendung. Ein Buch, das weder verklärt noch verdammt — sondern erklärt.
Enjoy!^^ - Woop! Woop! Diese Folge stellt eine Frage, die unbequemer nicht sein könnte: Wann hört eine Gesellschaft auf zu merken, dass sie grausam wird?
Zu Gast ist der österreichische Publizist und Autor Robert Misik mit seinem neuen Buch „Erziehung zur Grausamkeit. Die Massenpsychologie des Neuen Faschismus" (Suhrkamp).
Wo beginnt Grausamkeit? Wann verändert sich eine Gesellschaft so weit, dass das Grausame nicht mehr als grausam empfunden wird? Misik verortet den Faschismus nicht bequem auf der anderen Seite — bei den Extremisten, den Radikalen, den politischen Rändern. Er interessiert sich vielmehr für das Vorfeld, all das, was schon lange vorher beginnt: für die Prozesse, durch die Menschen empfänglich werden für Verachtung, Ressentiment und autoritäre Erlösungsversprechen.
Was er als Erziehung zur Grausamkeit bezeichnet, könnte man auch Mobilisierung nennen: Menschen verwandeln sich in autoritären Bewegungen. Es findet eine Umformung statt. Die Leistung der Propaganda besteht darin, Grausamkeit wie Gerechtigkeit aussehen zu lassen.
Enjoy!^^
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In der aktuellen Polykrise, ist es wichtig den politischen Prozess zu verfolgen und zu beeinflussen, wie immer man kann.
Die Frage ist wohin steuert Deutschland jetzt? Was treibt die CDU eigentlich? Wie gehen Medien mit Regierung und deren Kritik um? Wie umgehen mit der AfD? Wird das Parlament demnächst durch die Abgeordneten in einer Minderheitsregierung stärker? Alles fragen mit denen sich dieser Podcast beschäftigt!
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